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Birresborn

Eifelgemeinde mit Herz

Kontext
Datum 11.11.2003
Quelle Pressemitteilung Birresborner Phönix
Unternehmen Birresborner Phoenix Sprudel GmbH
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Gewerbe

PRESSEMITTEILUNG / VERBRAUCHERINFORMATION

Birresborner Phönix Sprudel schließt Werk aufgrund gesetzlicher Auflagen

Birresborner Quellwasser möglicherweise durch Altlasten aus holzverarbeitendem Betrieb beeinträchtigt; Fertigprodukte ohne Gesundheitsbeeinträchtigung

Die Geschäftsleitung der Birresborner Phönix Sprudel GmbH, Birresborn hat mit sofortiger Wirkung den Vertrieb, die Abfüllung und die Vermarktung ihrer Produkte eingestellt. Es ist zu vermuten, dass es durch Sanierungsarbeiten auf dem ehemaligen Betriebsgelände eines Werks zur Holzverarbeitung zu nachhaltigen Beeinträchtigungen der Birresborner Quellen gekommen ist.

Bei der vom Unternehmen veranlassten jährlichen Regeluntersuchung des Quellwassers wurden jetzt Spuren von Holzschutzmitteln gefunden. Die Untersuchungsergebnisse wurden sofort der Kreisverwaltung Daun gemeldet. Prüfungen durch zwei unabhängige Institute haben geringe Abweichungen im Rohwasser bestätigt. Diese liegen an der Nachweisgrenze.

Die Fertigerzeugnisse der Birresborner Phönix Sprudel GmbH - natürliches Mineral- und Heilwasser, Erfrischungsgetränke und Schorlen - waren und sind durch das für Mineralwasser bewährte und zugelassene Verfahren der Enteisenung nachweisbar einwandfrei und voll verkehrsfähig.

Nach den strengen gesetzlichen Vorgaben der "Mineral- und Tafelwasserverordnung" (MTVO) dürfen sie dennoch nicht als Mineralwasser-Produkte vertrieben werden.

Die Sanierungsmaßnahmen des ehemaligen Betriebsgeländes waren zur Vermeidung von Beeinträchtigungen des Wohls der Allgemeinheit behördlicherseits angeordnet worden. Die Altlasten aus der Holzschutzverarbeitung im oberen Grundwasserbereich sollten restlos entfernt werden, um eine Gefährdung des in der Nähe liegenden Birresborner Quelleinzugsgebietes auszuschließen.

Möglicherweise ist bei den im Rahmen der Sanierungsarbeiten vorgenommenen Erdaustausch-Maßnahmen eine Beschädigung der Mineralwasser-Schutzschicht eingetreten, so dass die bis dahin geschützten Grundwasserleiter des Quellwassers die geschilderte Beeinträchtigung erfahren haben.

Von der sofortigen Werksschließung sind 25 Arbeitsplätze betroffen. Für die Mitarbeiter werden sozialverträgliche Regelungen erarbeitet.

Birresborner Phönix Sprudel GmbH, 11.11.2003