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Der Ettensche Mühlenbetrieb

Wie kam es? War das Glück Etten nicht hold? Oder hatte er sich in allzugroße Schulden gestürzt? Ließ er es in dem neuen Beruf an der nötigen Auf- und Umsicht fehlen? Oder war er ein zu großer Freund des Alkohols? Wie man erzählte, hätten dieserhalb die Schweine im Stalle und das Werg auf dem Spinnrocken erzählen können. In der Trunkenheit soll Etten nämlich ein Schwein im Stalle erschossen und das Werg angezündet haben. An Talent soll es dem Mühlenbesitzer nicht gefehlt haben. Nach 11- jähriger Tätigkeit, trotz der tüchtigen und haushälterischen Ehefrau, war der neue Birresborner Müller "fertig". Durch Zwangsversteigerung vom 10. Juni 1842 ging das Mühlenanwesen mit sämtlichen Immobilien (21 Parzellen) an den Hauptgläubiger, Matthias Simon zu Dohmer Mühle (Etten`s Schwager), über. Simon hatte sich damit bei seiner großen Familie eine schwere Last aufgeladen. Allein durch Rührigkeit, Umsicht und Sparsamkeit hatte er diese Schuld nicht nur bald getilgt und einige Parzellen zugekauft, sondern erwarb auch noch die Neunkirchener und Wiesbaumer Mühle [...]

Lindenquelle Birresborn

Dokumentinfo

Angelegt am:
02.05.2004 18:42:00
Zuletzt bearbeitet:
02.05.2004 18:42:00